Feiner Staub verschwindet mit weichen Bürsten und geringer Saugkraft durch Siebgewebe. Motten schrecken wir mit Lavendelsäckchen, Zedernholz und konsequenter Reinigung ab, nicht mit aggressiven Mitteln. Lichtschutz verhindert Ausbleichen, atmungsaktive Hüllen regulieren Feuchte. Geduld rettet Gewebe besser als Hektik. Jede Maßnahme wird protokolliert, damit künftige Hände nachvollziehen, was geschah, und vertraut fortsetzen können, ohne Überraschungen oder Materialstress zu riskieren.
Wenn Waschen unvermeidlich ist, nutzen wir kühles, destilliertes Wasser, pH-neutrale Seife und ein Stütznetz. Bewegungen bleiben minimal, das Ausdrücken erfolgt zwischen Handtüchern, niemals durch Wringen. Flach liegend trocknen, fern von Sonne, verhindert Verzüge. Verfilzte Partien beruhigen wir mit feinem Kamm und viel Feuchte-Kontrolle. So kehren Frische und Fall zurück, ohne Faserbrüche zu provozieren oder Verzierungen zu gefährden.
Kleine Risse schließen wir mit hauchdünnem Japanpapier und frisch angerührtem Weizenstärkekleister, eine seit Langem bewährte, rücknehmbare Methode. Säurefreie Mappen, Zwischenlagen und Boxen schaffen ein stabiles Mikroklima. Oberflächen werden ausschließlich trocken gereinigt, um Tinten nicht zu lösen. Beschriftungen zur Provenienz ergänzen wir auf separaten Zetteln. So bleibt der Originalträger unberührt, doch zugleich sicher, lesbar und sorgsam geordnet.
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